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Pressemitteilung 29. April 2009

Neues Leseförderprojekt für Schüler, Eltern und Pädagogen an Weddinger Grundschule

Ein Leseförderprojekt will SchülerInnen und deren Eltern an der Gustav-Falke-Grundschule im Wedding zum Lesen anstiften. Denn Leser wissen mehr: Wer täglich nur eine Minute liest, kommt pro Jahr auf 10.000 bis 60.000 gelesene Wörter. Menschen, die täglich eine Stunde schmökern, lesen jährlich vier bis neun Millionen Wörter. Und: Leser kennen 100mal mehr Wörter als Nicht- Leser, so eine Studie aus den USA. Tina Hoffmann und Martina Ruge, Lehrerinnen des Projekts „inter@ktiv Deutsch“ zur Sprachförderung von bildungsfernen Kindern, haben zusammen mit dem Journalisten Thomas Magosch die Leseförderaktion auf die Beine gestellt: Mit vielfältigen Angeboten für Schüler, Eltern und Pädagogen wollen sie die Leseförderung an der Gustav-Falke-Schule unterstützen: die „lesende“ Schule – ein berlinweit einmaliges Projekt. Ab 7. Mai 2009 bieten sie jeden Donnerstagnachmittag eine „Eltern-Schüler-Lese-AG“ an, in der SchülerInnen gemeinsam mit ihren Müttern und Vätern schmökern, spielen, sich vorlesen. Das Besondere: Die Kinder aus Migrations- und bildungsfernen Familien erfahren zusammen mit ihren Eltern die Bedeutung von Büchern und Lesen. Die Eltern werden in den Schulalltag ihrer Kinder einbezogen, bauen Berührungsängste ab und lernen das deutsche Bildungssystem kennen.

„Große lesen für Kleine“ lautet der Titel einer weiteren AG, in der Schüler der 5. und 6. Klassen für Erst- und Zweitklässler jeweils montags (ab 4. Mai) lesen – natürlich unter professioneller Schulung und Begleitung. Die älteren Schüler lernen vorzulesen, Verantwortung zu übernehmen und werden zu Vorbildern für die Kleinen. Als Anerkennung erhalten sie Zertifikate und Belohnungen. Die Jüngeren erfahren, dass sie von den Großen inhaltlich, schulisch und fürs Leben lernen können – eine förderliche Patenschaft für beide Seiten. Ziel des Leseförderprojekts, das vom Quartiersmanagement Ackerstraße/Brunnenviertel finanziert wird: Begeisterung für Bücher und Lesen zu wecken und damit die Bildungschancen für Kinder mit Migrations- oder bildungsfernem Hintergrund anregend und spielerisch zu fördern. Denn spätestens seit PISA wissen wir, dass Lesen Grundlage für die Bildungs- und Wettbewerbschancen von Schülern ist.

Neben den regelmäßigen Veranstaltungen an der Schule sind auch besondere „Events“ geplant, von „Lesepicknicks“ und Lesenächten über Bibliotheksbesuche, Lesungen mit Schriftstellern oder Schauspielern bis zu bezirksübergreifende Kooperationen und Gemeinschaftsaktionen mit Initiativen im Kiez. Aktiv und mit im Team des Leseförderprojekts sind LehrerInnen und ErzieherInnen der Schule, Studierende und ehrenamtliche Lesepaten.

Almut Mohrmann, Projektleiterin           Mike Nové, Projektleiter

Lehr- und Lernwerkstatt DaZ

Turmstraße 75

10551 Berlin

Tel. 030 – 397 456 500

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