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Lernerorientierung

Geschrieben von dirk am in

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Lernerorientierung bedeutet, es wird zum einen verstärkt gefragt, was Schüler zu welchen Zwecken lernen wollen bzw. sollen, zum anderen, welche Voraussetzungen sie entsprechend ihren Anlagen, ihrem Alter sowie ihren spezifischen Lebens- und Lernerfahrungen für bestimmte Lernprozesse mitbringen und welches ihre bevorzugten Lernweisen sind.

Lernerorientiert ist Unterricht, in dem Kenntnisse und Kompetenzen weniger (wie bis in die 1960er/70er Jahre) über unterrichtliche Instruktion vermittelt als vielmehr von den Schülern selbst in einem eigenständigen Lernprozess erworben („konstruiert“) werden. Lehrer, Unterrichtsmaterialien und andere Medien spielen dabei lediglich eine Vermittlerrolle. Basis für Lernprozesse sind die individuellen Konzept- und Regelbildungen der Lernenden selbst.

Lernerorientierung bedeutet also in der Praxis die Förderung eigenaktiven, selbst bestimmten Lernens in dem die Entwicklung individueller Lerntechniken und Lernstrategien eine große Rolle spielt.

Lernerorientierung bei DaZ-Schülern heißt auch, die Kinder mit ihren individuellen Hintergründen zu berücksichtigen, wertzuschätzen und zu res-pektieren.

www.paedpsych.jku.at:4711/LEHRTEXTE/Wolff98.html

 

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