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Lernerautonomie

Geschrieben von dirk am in

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Lernerautonomie geht von der Selbstbestimmung und Selbststeuerung des Lerners aus: Schüler treffen in zentralen Bereichen die Entscheidun-gen über ihr Lernen selbst, z. B.

  • was sie lernen und vor allem wie sie vorgehen, um zu lernen,
  • welche Materialien und Hilfsmittel sie verwenden,
  • ob sie allein oder mit anderen zusammenarbeiten,
  • wie sie kontrollieren, ob sie erfolgreich gelernt haben.

Lernerautonomie geht mit den Leitvorstellungen der Reformpädagogik konform, Schüler zu eigenverantwortlichem Handeln zu erziehen. Lernerautonomie ist eine besonders konsequente Form der Lernerorientierung mit dem Grundgedanken, den Lernenden selbst über Ziele, Inhalte, Methoden, Arbeitstechniken, Evaluationsformen sowie zeitliches und räumliches Umfeld bestimmen zu lassen. Lernerautonomie und selbst gesteuertes Lernen entsprechen einer konstruktivistischen Lerntheorie.

Lernerautonomie wird bspw. gefördert durch vielfältige Gestaltung von Lernarrangements, die im Sinne von Scaffolding die Schüler fördern, indem sie ausreichend Hilfen bieten, aber auch fordern, wenn sie den Wissensstand der Schüler etwas übersteigen.

Lernerautonomie fördert Schlüsselqualifikationen wie Eigenverantwortlichkeit, Problemlösekompetenz oder Sozialkompetenz. Diese Schlüsselqualifikationen sind für Schüler und insbesondere für Migrantenkinder Voraussetzungen für eine gelingende Ausbildung und Lebensgestaltung.

Peter Bimmel, Ute Rampillon. Lernerautonomie und Lernstrategien. Fernstudieneinheit 23, Langenscheidt Verlag, 2000 Berlin, München

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