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Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen (GER)

Geschrieben von dirk am in

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Der gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen: Lernen, lehren, beurteilen (GER), oft einfach nur Europäischer Referenzrahmen genannt, ist die gemeinsame Basis für das Lernen von Fremdsprachen in Europa, die Spracherwerb, Sprachanwendung und Angaben zur Sprachkompetenz vergleichbar macht.

Die sprachlichen Fähigkeiten werden nach sechs Niveaustufen beschrieben:

A – Elementare Sprachverwendung (A1 und A2)

B – Selbständige Sprachverwendung (B1 und B2)

C – Kompetente Sprachverwendung (C1 fortgeschrittenes Kompetenzniveau; C2 nahezu muttersprachliche Sprachbeherrschung).

http://www.goethe.de/z/50/commeuro/

Die Niveaustufen des Referenzrahmens lassen sich nur bedingt auf die Bedingungen von DaZ-Lernenden in der Schule übertragen, spielt doch hier der ungesteuerte Spracherwerb eine viel größere Rolle, sodass die Entwicklung der mündlichen und der schriftlichen Sprachkompetenz und / oder grammatikalischen Kenntnisse gewöhnlich nicht (ungefähr) parallel verlaufen. Außerdem wird im GER der Bereich der Begriffsbildung nicht berücksichtigt, so dass z. B. Kinder mit sogenannter „Doppelter Halbsprachigkeit“ nur mit einem Teil Ihrer Kompetenzen / Probleme erfasst werden.

Neben dem europäischen Referenzrahmen gibt es weitere Kompetenzraster, die Lernleistungen von Kindern beschreiben, z.B. das Institut Beatenberg in der Schweiz und … (Österreich). Allerdings beziehen sich diese Raster nicht auf DaZ, sondern auf die klassischen Lernbereiche der Schule.

Synonyme: GER
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