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E-Learning

Geschrieben von dirk am in

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Unter E-Learning (engl. electronic learning, dt. elektronisch unterstütztes Lernen), auch E-Lernen genannt, versteht man alle Formen von Lernen, bei denen digitale Medien für die Präsentation und Verteilung von Lernma-terialien und/oder zur Unterstützung zwischenmenschlicher Kommunikati-on zum Einsatz kommen. Für E-Learning finden sich als Synonyme auch Bezeichnungen wie Online-Lernen, Telelernen, Computer Based Training, multimediales Lernen, Open and Distance Learning, computergestütztes Lernen u. a.

Durch den Einsatz von E-Learning erhält der Computer als notwendiges und grundlegende Kompetenzen vermittelndes Werkzeug Eingang in den DaZ-Unterricht. Nach einer Einführung in die grundlegenden Arbeitstech-niken wird der Computer durch kontinuierliche Nutzung für die Schüler zum selbstverständlichen Lernwerkzeug für Internetrecherchen, Lernübungen, Lernspiele. Dabei arbeiten die Schüler phasenweise einzeln oder in Kleingruppen, recherchieren und üben nicht nur am Computer, sondern bearbeiten Aufgaben und präsentieren ihre Arbeitsergebnisse in der Ge-samtgruppe. Die Individualisierung der Lernangebote und das selbst gesteuerte Lernen wirken sich positiv auf die Motivation der Schüler aus.

E-Learning muss sorgfältig vorbereitet werden.

Praktisch: Die Schüler müssen in Arbeit am Computer eingeführt werden.

Inhaltlich: Die Lehrkraft muss sicherstellen, dass die Schüler bspw. bei Recherchen die gesuchten Informationen in den angegebenen Pools finden.

Da Schüler beim E-Learning über freie Zeiteinteilung verfügen können, Feedback erhalten, schnelle Lernerfolge haben, die Lernprogramme spielerisch aufgebaut sind, wirkt sich E-Learning generell motivierend auf Lerner aus. Für DaZ-Lerner mit bildungsfernem Hintergrund erhöht der Einsatz digitaler Medien die Chancen auf bessere Bildungsabschlüsse und gesellschaftliche Teilhabe. Insofern wirkt E-Learning im DaZ-Unterricht auch dem „digital divide“, der digitalen Bildungskluft entgegen. Digital divide bedeutet: Diejenigen sozialen Gruppen, die wirtschaftlich besser gestellt sind und über einen höheren Bildungsabschluss verfügen, nehmen den wachsenden Informationsfluss durch die Massenmedien schneller auf als die Bevölkerungsteile, die wirtschaftlich schwächer gestellt sind und / oder einen niedrigeren Bildungsabschluss aufweisen.

Unterrichtspraktische Tipps:

Im Internet steht umfangreiche kostenlose Lernsoftware (Hot Potatoes) zur Verfügung, um Übungen für den Unterricht zu erstellen.

Michael Kerres: Multimediale und telemediale Lernumgebungen. Konzeption und Entwicklung. München 2001

Werner Sauter, Annette Sauter, Harald Bender, Blended Learning – Effiziente Integration von E-Learning und Präsenztraining, Luchterhand Verlag, Frankfurt 2004

 

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