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Calp

Geschrieben von dirk am in

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Im Zweitspracherwerb werden die von J. Cummins (1979) geprägten Begriffe BICS und Calp unterschieden.

Das Akronym Calp (Cognitive Academic Language Proficiency) bezieht sich auf die Sprachkompetenz im kognitiv-akademischen Bereich, der insbesondere für die schriftsprachlichen Fertigkeiten unerlässlich ist.

Während die mündliche Sprachkompetenz von Kindern mit Migrationshintergrund (BICS) relativ schnell ausgebildet ist, benötigt die Entwicklung einer altersangemessenen kognitiv-akademischen Sprachfähigkeit 5-7 Jahre. Aufgrund einer guten konversationellen Sprachkompetenz wird oft auf eine allgemein gute (Zweit)Sprachbeherrschung geschlossen und die Differenz zu den, den mündlichen Fertigkeiten nicht entsprechenden, Fähigkeiten im schriftsprachlichen / kognitiv-akademischen Bereich nicht sofort erkannt. Hier besteht die Gefahr, dass diese Kinder kürzer als benötigt eine für sie angemessene zusätzliche Sprachförderung erhalten, die sie dazu befähigt, die Sprache auch in dekontextualisierten „akademischen“ Situationen zu verwenden.

http://www.iteachilearn.com/cummins/bicscalp.html

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