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Alltagssprache

Geschrieben von dirk am in

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Die Alltagssprache (auch Umgangssprache, Gebrauchssprache oder Ge-meinsprache) ist die nicht standardisierte Sprache, die im täglichen Um-gang benutzt wird. Sie kann ein Dialekt sein oder eine Zwischenstellung zwischen Standardsprache (Hochsprache) und Dialekt einnehmen. Alltagssprache wird besonders von soziologischen (Bildungsstand, soziales Um-feld) und regionalen Gegebenheiten geprägt.

Die Alltagssprache von Migrantenkindern ist häufig eine sog. Kiezsprache: eine reduzierte Sprache mit grammatikalisch unvollständigen Sätzen, teilweise mit Elementen ihrer Muttersprache versetzt. Diese Form der All-tagssprache wird in der Soziolinguistik auch als restringierter Code be-zeichnet.

Mit ihrem alltagssprachlichen Wissen können sich die Kinder im schuli-schen und außerschulischen Alltag verständigen: Sie kommunizieren ver-bal, mit Gestik und Mimik, und sind in der Lage, sich in einfachen, mündli-chen Sätzen auszudrücken. Der Unterricht von DaZ-Kindern orientiert sich in der Regel an der Alltagssprache, darf jedoch nicht dabei verharren, sondern muss hin zur Unterrichtssprache, der schriftnahen Standardsprache führen.

 

 

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