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1. Berliner DaZ-Tage

Geschrieben von dirk am in DaZ-Tage

Broschüre

Markt der Möglichkeiten

Vorwort: Prof. Hans-Eberhard Piepho

PiephoDas DaZ-Modell der Lehr- und Lernwerkstatt in Berlin lernte ich während einer Fachtagung kennen und war spontan von der großen Bedeutung und hohen Praxisrelevanz überzeugt.
Gerade im Zusammenhang mit dem neuen DaZ-Lehrplan sind die modularen „Lernkapseln“ als Brücke zwischen der Alltagssprache, in die Schülerinnen und Schüler auf unterschiedlichen biografischen Wegen, aber im Unterricht zielgerichtet hineinwachsen (Sprachwachstum), und den schulfachsprachlichen Registern sehr wichtig, von deren Beherrschung der Schul- und Ausbildungserfolg stark abhängt.
Das sprachliche Wachstum ist kein gradliniger und daher auch kein linearer Prozess mit einer extern definierten linguistischen Progression, sondern weitgehend von biografischen und anlagenbedingten Faktoren, insbesondere von effektiven, aktiven Momenten und neurolingualen Dispositionen bestimmt. Es gelingt nur, wenn die Zweitsprache auf Erfahrungen gegründet ist und zu Erfahrungen und Erlebnissen führt, die einfache Begegnungen, Regelungen und Textverständnisse ermöglichen und zur Versprachlichung von Absichten, Befindlichkeiten und Fantasien befähigen.

Unterricht hat natürlich immer auch das Ziel, dass diese Kommunikationen spontaner und die Versprachlichung immer geläufiger und „korrekter“, auch im Sinne sozialer Regeln und Konfliktbewältigungen in der Normalkasse und im Alltag gelingen.